Rastertransmissionselektronenmikroskopie
Die Rastertransmissionselektronenmikroskopie (STEM) ist eine analytische Technik, die die Untersuchung und Abbildung einer Vielzahl ultradünner nanoskopischer Materialien auf Sub-Nanometer-Ebene ermöglicht.

Wofür wird die STEM verwendet?
Die STEM wird zur Analyse und Charakterisierung von Dünnschichtmaterialien bis hinunter zu nanoskopischen und sogar atomaren Ebenen eingesetzt. Die extrem hohe Auflösung macht die STEM zu einem grundlegenden Verfahren für die Nanotechnologie und ähnliche materialwissenschaftliche Bereiche, die leistungsstarke nanoskopische Bildgebungstechniken erfordern. In Kombination mit der EELS (Elektronenenergieverlustspektroskopie) in der STEM-EELS-Analyse können auch Informationen über die Elementzusammensetzung der Probe gewonnen werden.
Die STEM findet Anwendung in der Entwicklung neuer Technologien durch Halbleiter, Solarzellen, Katalysatoren und Batteriematerialien, wo sie nicht nur für die Bildgebung hilfreich ist, sondern auch für die Untersuchung elektronischer Eigenschaften. Die STEM kann sogar zur Analyse biologischer Proben verwendet werden und liefert Einblicke in die Mechanismen der Molekularbiologie.
Wie funktioniert die Rastertransmissionselektronenmikroskopie (STEM)?
Die STEM funktioniert durch die Kombination der Prinzipien zweier etablierter analytischer Techniken: Transmissionselektronenmikroskopie und Rasterelektronenmikroskopie. Eine auf eine ultradünne Probe gerichtete Sonde emittiert einen Elektronenstrahl, der mit einem sehr feinen Punkt auf der Oberfläche der Probe interagiert. Diese Elektronen werden durch die Probe transmittiert und von einem Bildschirm auf der anderen Seite erfasst. Die Art und Weise, wie die Elektronen mit der Probe interagieren, erzeugt Muster auf dem Bildschirm, die die vorhandenen einzelnen Atome darstellen. Dieser Prozess wird wiederholt, während die Sonde über die Oberfläche der Probe scannt, bis ein räumliches Bild entsteht.
Geeignete Proben und Probenvorbereitung
Die STEM kann an einer Vielzahl von Materialien durchgeführt werden, sofern Elektronen in der Lage sind, diese zu durchdringen. Dies bedeutet, dass Proben ultradünn sein müssen, in der Regel weniger als 100 Nanometer dick. Das Dünnen sollte sorgfältig erfolgen, um das Risiko einer Kontamination oder Beschädigung der Probenoberfläche zu verringern, da dies die Qualität der endgültigen Ergebnisse beeinträchtigen kann. Neue Methoden, wie ein fokussierter Ionenstrahl (FIB), können dazu beitragen, den Dünnungsprozess zu beschleunigen, der in der Vergangenheit der zeitaufwändigste Teil der Erfassung von STEM-Daten war.
STEM vs. TEM
Grundsätzlich sind Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) und STEM dieselbe Technik, wobei der wesentliche Unterschied darin besteht, dass eine TEM-Sonde nicht scannt. Daher bietet TEM dieselben Vorteile, Materialien auf nanoskopischer Ebene mit hoher Auflösung abbilden zu können. Da sich die Sonde jedoch nicht über die Oberfläche bewegt, ist sie auf einzelne Scanbereiche beschränkt und liefert kein Gesamtbild des Materials, wie es STEM tut. Der Kompromiss hierfür besteht darin, dass ein reiner TEM-Aufbau im Allgemeinen kostengünstiger ist und daher als schnellere, leichter zugängliche Alternative zur STEM-Analyse betrachtet werden kann.
Vorteile und Grenzen der STEM-Analyse
Die STEM ist in der Lage, Bilder mit extrem hoher Auflösung von Bereichen zu liefern, die zu klein sind, um mit einem Rasterelektronenmikroskop, geschweige denn mit einem optischen Mikroskop, betrachtet zu werden. Die STEM ist größtenteils eine zerstörungsfreie Technik und daher für die Analyse einer Vielzahl von Probentypen geeignet, ohne das Risiko einzugehen, die Probe zu zerstören. In einigen Fällen können Materialien jedoch empfindlich gegenüber Elektronenbestrahlung sein, was ihre Zersetzung beschleunigen kann.
Ein wesentlicher Nachteil besteht darin, dass die STEM zur Vermeidung von Wechselwirkungen mit Luft im Vakuum durchgeführt werden muss. Sie ist daher für bestimmte Materialien, insbesondere einige biologische Proben, die nicht vakuumkompatibel sind, nicht geeignet. Darüber hinaus sind die von der STEM erzeugten Bilder grundsätzlich monochrom und erfordern daher in der Regel ein erhebliches Maß an Interpretation.
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Passende Probenmatrizen
- Ultradünne Schichten
- Halbleiter
- Biologische Gewebe
- Nanomaterialien
Ideale Anwendungen der STEM-Analyse
- Bildgebung von Dünnschichtmaterialien
- Entwicklung von Halbleitern
- Prüfung elektronischer Eigenschaften
- Entwicklung von Nanomaterialien
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Häufig gestellte Fragen
Zu den gängigen STEM-Anwendungen gehören die Bildgebung und Charakterisierung von Dünnschichten und anderen Nanomaterialien, sowohl für die Qualitätskontrolle als auch für die Entwicklung neuer Materialien.
Measurlabs bietet eine Vielzahl von Laboranalysen für Produktentwickler und Qualitätsmanager an. Einige der Analysen führen wir in unserem eigenen Labor durch, die meisten lagern wir jedoch an sorgfältig ausgewählte Partnerlabore aus. Auf diese Weise können wir jede Probe an das am besten geeignete Labor senden und unseren Kunden hochwertige Analysen mit mehr als tausend verschiedenen Methoden anbieten.
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